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Laufende Projekte

Auswahl von Projekten, die wir aktuell bearbeiten oder kürzlich abgeschlossen haben:

Literaturstudie zum Thema Risiko in der Humanforschung

Projektlaufzeit: Das Projekt beginnt am 01.06.2017

Forschungsauftrag im Ressort Forschung am Menschen und Ethik
Aktualisierung der Risikoanalyse zum schweizerischen Humanforschungsgesetz (HFG)

„Risiko“ wird auf verschiedenen Ebenen (z. B. mikro-, meso-, oder auch makrosoziologisch), mit divergierenden Schwerpunkten (Humanforschung, Big Data, Arbeitsplatzsicherheit, Umweltgifte, Strahlung etc.) und in unterschiedlichem Ausmaß normativ oder deskriptiv thematisiert. Insbesondere in der menschenbezogenen Forschung, der Regulierungswissenschaft, der Soziologie und Wissenschaftsforschung sowie der Forschung zu Big Data (die sich u. a. aus Soziologie und Bioethik speist, die aber insoweit distinkt ist, als dass sie ein emergierendes Forschungsfeld verhandelt) existieren Diskursgemeinschaften, die das Thema Risiko multiperspektivisch diskutieren. Die Risikobegriffe dieser und weiterer Felder sollen in der geplanten Literaturanalyse erforscht, geordnet und auf ihre Operationalisierbarkeit für die juristische Regulierung der Humanforschung hin geprüft werden. Dabei werden folgende Phänomenbereiche betrachtet und im weiteren Forschungsverlauf erweitert und / oder ggf. ergänzt:

  • Die Public Health Dimension (schlechte Forschung führt zu schlechter medizinischer Praxis),

  • die Bedeutung von emergierenden Technologien und Forschungspraktiken (CRISPR/ Cas9; Ganzgenomsequenzierungen, Aufbau und Vernetzung von Biobanken), epistemologischen Haltungen (Big Data; prädiktive, präventive, personalisierte und partizipative Medizin) und neuen gesellschaftlichen Trends mit Forschungsbezug(direct- to-consumer Genomics; quantified self, social health networks),

  • die potentiellen Risiken und Herausforderungen für TeilnehmerInnen an biomedizinischen Studien und PatientInnen,

  • die potentiellen Risiken und Herausforderungen für ForscherInnen,

  • die Frage nach der gesellschaftlichen Dimension verschiedener Formen von Risiko,

  • die Frage nach der Interaktion und den Konflikten zwischen den jeweiligen Risiken, Herausforderungen und Risikobegriffen.

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Informationstechnologien im Kontext präventiver Sozialpolitik zwischen Governance, organisationaler Steuerung und fachlichem Entscheiden am Beispiel von Präventionsprogrammen in NRW

Prof. Dr. Udo Seelmeyer, Dr. Thomas Ley (Universität Bielefeld)

Projektlaufzeit: 01.09.2016 - 30.11.2016

Für die Planung, Steuerung und Umsetzung präventiv ausgerichteter Sozialpolitik in NRW ist die Frage des zielführenden Einsatzes von Informationssystemen und der angemessenen strategischen Nutzung von Informationstechnologien von zunehmender Relevanz. Es ist zu vermuten, dass im Zusammenhang mit der organisatorischen, professionellen, technischen und politischen Ausgestaltung und Nutzung von Informationssystemen noch erhebliche Effizienzpotenziale bestehen. Die Studie analysiert ausgewählte Präventionsprogramme in NRW im Hinblick auf ihre aktuelle Praxis der methodischen Datenerfassung, der organisationalen und professionellen Informationsverarbeitung, der datengestützten Netzwerkarbeit und „wirkungsorientierter“ Steuerungslogiken. Sie identifiziert weiterführende Forschungs- und Entwicklungsbedarfe in technischer, organisationaler und professioneller Perspektive und formuliert Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung von Informationssystemen und Informationstechnologien in kommunalen Präventionsprogrammen in NRW.

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HOME-Projekt Mönchengladbach

Auftraggeber: Stadt Mönchengladbach, Sozialdezernat
Projektlaufzeit: Januar 2011 – Juli 2013

Das HOME-Projekt (Hilfe und Orientierung für Mönchengladbacher Eltern) erprobt in zwei Modellstadtteilen niedrigschwellige Präventionsansätze an den Kitas, Familienzentren und Grundschulen. Ziel des Projektes ist eine Verankerung von Angeboten der Familienbildung an diesen Einrichtungen, um darüber auch die Zielgruppen zu erreichen, die durch klassische Angebotsformen der Familienbildung bislang nicht erreicht wurden. Darüber hinaus soll eine weitere Vernetzung von Angeboten und Institutionen zur Unterstützung von Eltern befördert und zusätzliche persönliche Beratung durch „HOME-Mitarbeiterinnen“, die in den Einrichtungen präsent sind, installiert werden.

Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist

  • die Evaluation der Outcomes und der Effekte des Modellvorhabens, die über ein Kontrollgruppendesign mit einem Vergleichsstadtteil realisiert wird, und
  • die konzeptionelle Weiterentwicklung des Modellprojektes auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse.

Forschungsmethodisch im Zentrum steht eine Befragung aller Eltern von Kindern an den Kitas und Grundschulen in diesen Stadtteilen, sowie auch der Eltern, deren Kinder (noch) keine Kita besuchen. Darüber hinaus wird eine Online-Befragung aller Mitarbeiter/-innen in den entsprechenden Einrichtungen und eine Analyse der Entwicklungen im Bereich der Hilfen zur Erziehung durchgeführt.

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Berichtswesen Jugend(sozial)arbeit

Auftraggeber: - / Eigenentwicklung
Projektlaufzeit: Seit Februar 2010

„Berichtswesen Jugend(sozial)arbeit“ stellt den Austausch zwischen Angeboten der Kinder- und Jugend(sozial)arbeit, wie bspw. Jugendfreizeitstätten, und den öffentlichen Trägern auf kommunaler und auf Landesebene auf eine neue Basis. Statistische Berichte werden ergänzt durch fachliche Einschätzungen zu Zielen und Wirkungen der Arbeit und schaffen so eine Grundlage für einen breiten wirksamkeitsorientierten Dialog zwischen den Trägern. Durch die Umsetzung als webbasierte Datenbank benötigen Einrichtungen für die Nutzung nur einen Internetzugang. Durch den verfolgten Open-Source-Ansatz wird die Software lizenzkostenfrei zu nutzen sein.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Softwarefirma Intevation GmbH (Osnabrück) entwickelt und liegt derzeit als Prototyp vor. Bei Interesse berichten wir gerne über den aktuellen Entwicklungsstand.

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